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Schwesster Anette begrüßt die Närrinnen und Narren

Aktuell – nehmen Sie Anteil an unserem Leben
und an den Ereignissen in Kloster Strahlfeld.

Fasching im Kloster

 
   


Da wir ein Haushalt sind und alle Corona negativ getestet und 2x geimpft (Altersdurschnittknapp 83) sind wir wahrscheinlich eine von den wenigen Gruppen, die miteinander Fasching feiern konnten.

Die Begrüßung von Sr. Annette, Stellvertreterin der Hausoberin:

Hochwohlgeborene, liebeswürdige merkwürdige, ehrwürdige, geistliche Damen, liebe Närrinnen und Narren,
es ist mir eine Ehre Sie zu dieser einmaligen Faschingsveranstaltung im altehrwürdigen Schloss derer von Strahlenfeld aufs herzlichste willkommen zu heißen.
Schätzen Sie sich glücklich, dass Sie diesen Platz in unserem Lokal ergattern konnten; denn die Karten für diese Veranstaltung sind seit Monaten ausverkauft. Nutzen Sie diesen Abend, um Leib und Seele zu ergötzen an den erlesenen „Schmankerln“ unterschiedlichster Art, die Ihnen hier geboten werden.

Betätigen Sie besonders alle ihre Muskeln:
Die Bein-und Armmuskeln, die Lach-und Schluck- und Kaumuskeln und natürlich auch Ihren Herzmuskel. Lachen ist gesund und verlängert das Leben und, Sie werden heute Nacht mit seligen Träumen schlummern!
Strahlfeld Helau, Kölle Alaaf, Schwaben Ho Narro!

Es war ein bunter, heiterer Abend mit einigen Einlagen von den Teilnehmerinnen, die die Lachmuskeln in Anspruch nahmen.

 

 
       
   

Es war kurzweilig und erholsam – auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Selbst mit einfacher Kostümierung waren wir eine kunterbunte fröhliche Gruppe.

 

Maria Lichtmess 2021

 
   

Alljährlich haben wir diesen Tag zusammen mit unseren Mitarbeiter/innen begangen – mit einer Kaffeerunde – mit Information über Neueinstellungen, Ehrungen für langjährigen Dienst oder sonstige wichtige Information für alle.

Corona lässt "Ansammlungen von Menschen" nicht zu. Wir haben uns daher etwas anderes überlegt, damit der Tag Bestand hat und nicht in Vergessenheit gerät.

Die Einladung war: sich wenigstens eine Viertelstunde während der Arbeitszeit frei zu machen und in die Kapelle zu gehen, um Gott zu BITTEN und zu DANKEN.

Trotz der Einschränkungen durch Corona, gibt es noch vieles, wofür wir Gott danken können: Unser Miteinander, die gute Luft, die Sonne, das saubere Wasser usw.

Vorbereitete Lichter konnten mit in die Kapelle genommen und zum Schluss des Gebetes an den Altarstufen verbleiben. Geweihte Kerzen zum mit nach Hause nehmen waren bereitgestellt. Dieses Angebot wurde gut angenommen.


 

 

Während des Abendgebetes von Maria Lichtmess, Tag des geweihten Lebens, gab es zwei Neuaufnahmen in die Gemeinschaft von besonderer Bedeutung.
Zwei Schwestern, Moniales * aus dem Kloster Lage "Zum gekreuzigten Erlöser" wurden in der Vesper mit einer kurzen Ansprache dem Kloster St. Dominikus Strahlfeld eingegliedert. Das Formale, Kirchenrechtliche hatte bereits stattgefunden.

Wir lassen die beiden Schwestern selbst zu Wort kommen:

Schwester Susanna, warum wurde die Gemeinschaft in Lage aufgelöst?
Der Hauptgrund war, dass die Gemeinschaft mit nur vier Mitgliedern vor Ort zu klein war, um weiter leben zu können und Leben zu geben. Der Aufbau der Gemeinschaft von Lage war ein jahrelanger Prozess. Gemeinsam haben wir uns als Gruppe bemüht, einen gangbaren Weg zu finden. Dass es mit vier noch aktiven Mitgliedern in der Gemeinschaft nicht mehr lange weitergehen konnte, war uns allen klar.

Ein ganzes Jahr suchten wir gemeinsam nach einer Entscheidung und kamen zu dem Entschluss die Gemeinschaft aufzulösen. Jede Schwester war frei sich selbst zu entscheiden, wie es für sie weitergehen sollte. Für mich war es bald klar, dass ich nach Strahlfeld zurückkehren würde.

Sr. Anna Maria wie war es für Dich?
Wir bekamen mehrere Angebote und Einladungen von Ordensgemeinschaften. Ich wusste erst gar nicht wohin. Versuchte mich dann in der Schweiz in einem kontemplativen Kloster. Wollte dann aber auch Strahlfeld kennenlernen, da es mir schon ein wenig vertraut war durch Sr. Susanna und auch Sr. Consolatrix, die nach Roding übersiedelte.

Sr. Susanna wie geht es Dir jetzt?
Ich bin gerne zurückgekommen und wurde mit Freude aufgenommen. Es hat mich positiv berührt, dass der Rahmen dominikanisch war und dass ich nach 30 Jahren fast alle Schwestern wieder erkannte.

Wie ist es für Dich Anna Maria?
Mir geht es gut hier. Erstmal war ich abwartend, ob ich mich in Strahlfeld sesshaft machen möchte. Von Anbeginn habe ich mich hier in Strahlfeld wohlgefühlt, dank der Offenheit und Herzlichkeit der Schwestern.

 

 


Das tägliche gemeinsame Gebet der Schwestern aus Lage

Guter Gott, Du willst zu jeder Zeit das Heil eines jeden Menschen.
Für das Heil der Menschen wurde unser Orden gegründet,
und einzig dafür sind wir heute dazu berufen.

Sei allen Menschen nahe, die uns um Fürbitte gebeten haben.
Hilf uns die Zeichen der Zeit zu erkennen, und mutig darauf zu antworten. Lass uns auf dem Weg vorangehen, den Du uns führst. Amen.


 

 

 

Am Abend gab es dann noch eine Party. Da wir ein Haushalt und bis jetzt frei von Corona sind, war das möglich. Das Gesellige bringt auch Herzliches mit sich.

Die Schwestern der Gemeinschaft freuen sich mit Sr. Susanna und Sr. Anna Maria auf ein gemeinsames Miteinander, was wir bereits in der Eingliederungszeit  erfahren haben.

 

 

 

 

* Moniales, Schwestern, die einem kontemplativen Zweig der Dominikanerinnen angehören

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

Zertifikate für die Zeit in Kloster Strahlfeld: Positiv und indivduell

 
 
 
 
 

Abschied – farewell!

 
   
 


 

Am Abend des 05.01 2021 war es soweit, dass unsere vier Schwestern aus Simbabwe und Kenia, Sr. Eugenia, Sr, Florence, Sr. Lilian und Sr. Lucia mit einer kleinen Feier Abschied von der Gemeinschaft nahmen. Am 07.01. sollte die Reise zurück in die Heimat gehen.

Sr. Annette eröffnete den Abend mit einem Grußwort, wie sie sagte, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Eine Dankesrede der Vier, vorgetragen von Sr. Eugenia, ließ uns staunen, wie sie das Jahr zusammenfassten mit den Ereignissen, den vielen Möglichkeiten und wie sie uns Schwestern wertschätzten.

Dank war das vorrangige Thema und so schloss sich Sr. Flavia an mit dem Dank an die vier Schwestern im Namen der Gemeinschaft.

Den einzelnen Schwestern händigte sie dann ein Zertifikat aus, das aussagte, dass sie dieses unvergessliche Coronajahr 2020 gut gemeistert haben. Der Text war auf jede einzelne Schwester entsprechend der Bedeutung ihres Namens abgestimmt, was dann auch die Stärken der Einzelnen in den Fokus rückte.

 

 

Nach einer kleinen Pause – für Getränke und Fingerfood war gesorgt – zogen sich die vier Scheidenden um für ihren Sketch über die Pionier-Schwestern, die 1877 von Augsburg St. Ursula nach Südafrika gingen, einer Anfrage des Bischofs Dr. James Ricacdo von der Diozöse Grahamstown folgend.

Die Schwestern mit ihrer ureigenen Darstellung strapazierten unsere Lachmuskeln. Von der Kleidung bis zu den Texten, die Handlungen, Spontan- Reaktionen, die Mimik und der Tanz bildeten eine perfekte, liturgische Komödie.

Einfach köstlich. Sie hatten selber so viel Spaß, der auf uns ausstrahlte. Sie sind Meister-Akteure. Es war alles so locker und entspannt.


 



 

Am folgenden Tag, Mittwoch der 06. 01.20, mussten sie zum Corona Test nach Cham. Das Ergebnis sollten wir in 2 Tagen erhalten. Was leider zu spät gewesen wäre, da am 07.01. der Flug gebucht war und das Ergebnis nicht älter als 48 Stunden sein durfte.

Wir erhielten dann Gott sei Dank das Ergebnis am 07.01 vormittags. Es herrschte große Spannung bis Herr Spagl die Dokumente der Teststelle ausgedruckt hatte. Negativ – negativ – negativ – negativ! Dann brachen sie in Jubel aus.
Die Spontanität ist zu bewundern.

 

Es hatte geschneit, da mussten sie unbedingt noch raus. Es gab eine kleine Schneeballschlacht, mit einer Ausgelassenheit wie es junge Menschen können. Der Schnee, das war noch ein besonderes Geschenk vom lieben Gott.

Auf Wiedersehn!

 

 

 
 

Dann war es so weit. Nach dem Gottesdienst hat Prälat Kühn, der bei uns im Kloster als Aushilfe fungierte, den Reisesegen gespendet. Das Frühstück war die letzte gemeinsame Mahlzeit. Mittagessen wurde für die Schwestern eine Stunde vorgezogen, da die Abfahrt um 11.30 geplant war.

Da die Flüge von Nürnberg nach Frankfurt gestrichen waren, mussten wir mit dem Auto nach Frankfurt fahren. Das Fahrzeug war vollgepackt bis oben hin. Schwestern kamen noch zum Auto, um farewell zu sagen und zu winken.

Herr Pusl mit Sohn Thomas fuhren uns. Es war eine lange Fahrt mit wenig Verkehr und ohne Hindernisse. Am Flughafen ging alles glatt. Die beiden Chauffeure ließen uns dank des Handy-Navi am Eingang der Halle direkt vor den Schaltern der Ethiopian Airlines aussteigen, das war fantastisch.

Wir nahmen eilig Abschied, da wir ja wieder einen langen Weg nach Hause hatten. Die Vier mussten noch zwei Stunden warten bis sie einchecken konnten.

Am 08. 01. um die Mittagszeit sind sie in der Heimat angekommen.