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Schon brennt die 1. Kerze auf dem Gesteck in der Klosterkapelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kapelle um 1900

 

Kapelle heute

 

Das Gnadenbild in der Steinhäufl-Kapelle

 

Kräuterbuschen schmücken am Fest Mariä Himmelfahrt auch die Muttergottes in der Klosterkapelle

 
 
 
 
 
 


Bei den wiederkehrenden Festen, regionalen Ereignissen, "wie es guter Brauch ist", wird offensichtlich wie eng Kloster und Bevölkerung einander verbunden sind
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Adventskranzbinden

Eine schöne und liebe Tradition ist das Binden von Adventskränzen. Eingeladen hatte der örtliche Gartenbauverein und auch in diesem Jahr fanden eine Anzahl von Strahlfelder Frauen den Weg ins Feuerwehrhaus. Der Löschwagen der Feuerwehr hat dann den Tischen zu weichen, auf denen sich das gut duftende Tannengrün und vielerlei andere Grünpflanzen ein Stelldichein geben.
Was selbstverständlich nicht fehlen darf sind frisch gebackene Plätzchen und Glühwein. Auch kleine Stamperl mit selbst angesetzten Obstlikören lockern die Stimmung auf und machen das gemeinsame Tun zu einem gemütlichen und frohen Miteinander, bei dem wunderschöne Kränze entstehen.

Auch im Kloster gibt es einen Arbeitsraum, in dem jedes Jahr Advents- und Türkränze und verschiedene  Adventsgestecke entstehen. Für Sr. Geraldine bedeutet diese kreative Tätigkeit eine schöne Unterbrechung ihrer sonstigen Arbeit, ein Atemholen und Auftanken.


Steinhäufl-Kapelle – historischer Hintergrund

Die Kapelle liegt in einer kleinen Lichtung am Fuße des Schwärzenberges und bietet vielen Wanderern und Besuchern eine erholsame und besinnliche Rast.  Über dem Kapelleneingang sind die drei Kirchtürme von Fronau, Friedersried und Strahlfeld zu sehen. Sie bezeugen die enge Verbundenheit der umliegenden Bevölkerung zu dieser Wallfahrtsstätte. Im Mai und Oktober finden hier Maiandachten statt, alle zwei Jahre die sogenannte Waldweihnacht und zu jeder Jahreszeit machen sich private Pilger auf den Weg zu diesem Marien-Gedenkort.

Der Überlieferung zufolge geht die Errichtung der Kapelle auf ein Gelübde zurück. Der Schellhof-Beständer (Verwalter) Georg Hirner errichtete sie 1740 nach einem glimpflich verlaufenen Pferdeunglück. Die Kinder des Verwalters befanden sich auf dem Wagen als die Pferde plötzlich scheu wurden und durchgingen. In seiner Angst um die Kinder versprach Hirner, eine Kapelle zu bauen, wenn den Kindern nichts passierte.

Die anfangs bescheidene hölzerne Kapelle wurde 1905 von Förster Franz Hopf und Expositus Loders aus Strahlfeld in der jetzigen Form – mit Spenden von Auswanderern unserer Gegend – errichtet. Nach Kriegsende legten die Strahlfelder das Versprechen ab, jedes Jahr am 1. Mai einen Gottesdienst am Steinhäufl zu feiern, als Dank dafür, dass Strahlfeld vor größerem Unheil verschont blieb.

Mit dem Namen "Steinhäufl" sind viele Legenden verbunden. Eine besagt, dass Frauen, die vor der Geburt standen oder Mädchen, die einen Mann suchten, in ihrer Schürze Steine zur Kapelle getragen haben. Dort stellten sie sich mit dem Rücken zur Kapelle und warfen die Steine über die Schultern. Durch Tragen und Werfen der Steine sollte die Mutter Gottes um eine glückliche Geburt oder um einen guten Mann gebeten werden.

Der Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Strahlfeld – das Kloster gehört zu den Gründungsmitgliedern – setzt sich für Brauchtum und Geschichte ein. Bis zu diesem Tag ist immer mindestens eine Schwester des Klosters als Mitglied im Verein aktiv dabei.

Information aus der Festschrift zum 60. Jahrestag des GOV (Garten- und
Ortsverschönerungsverein), von Adolf Bohrer, Strahlfeld

 

"Duftendes Gedicht" aus Gottes Garten

Am Tag vor Maria Himmelfahrt fand im Garten der Familie Reger – in der unmittelbaren Nachbarschaft des Klosters – das traditionelle Kräuterbuschenbinden statt. Überraschend viele Strahlfelder Frauen, 13 an der Zahl, hatten sich eingefunden und aus ihren Gärten oder vom Wiesenrand zahlreiche Kräuter mitgebracht.

So entstanden in entspannter und fröhlicher Atmosphäre rund 120 Kräuterbuschen – einer schöner als der andere. Jeder Strauß war wie ein „duftendes Gedicht“ aus Gottes Garten.

Nach der Arbeit wurde dann gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen gesessen, so dass der schöne Nachmittag gut ausklingen konnte.

 

 

Waldgottesdienst am Steinhäufl

Jedes Jahr an Maria Himmelfahrt zieht eine Gruppe Wallfahrer zu Fuß von Strahlfeld an die Marienkapelle im Wald, genannt "Steinhäufelkapelle". Auch von den Nachbargemeinden kommen kleine Fußgruppen zu diesem Gottesdienst und so findet sich eine zahlreiche Gemeinde zur gemeinsamen Eucharistiefeier ein. Ein gemischter kleiner Chor von Männern, Jugendlichen und Schwestern aus der Pfarrei singen zu diesem Anlass Marienlieder, die von der Gemeinde sehr geschätzt werden und Herz und Gemüt ansprechen.

Vor dem Gottesdienst werden die Kräuterbuschen zum Verkauf angeboten und in diesem Jahr waren alle sehr schnell verkauft. Es hätten sogar noch einige mehr sein können. Der Erlös kommt stets der Pflege der Steinhäuflkapelle zugute.