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Kooperations-
vereinbarung mit dem Kloster Strahlfeld
Pressemeldung

 
 
 
 

Innovativer LernOrt
in Aktion:
Solarkocher für Charandura (Simbabwe)
Pressemeldung

 
 

Zeit geschenkt und Wissen geteilt
Bericht von
Sr. Geraldine Busse

 
 

Solarkocher für
Menschen in Simbabwe
Aus: Bayer-Wald-Echo vom 23.09.2014

 
 
 

Miteinander sind wir stark!

 

Kloster lebt den Netzwerkgedanken

Eine Beitrittsvereinbarung zum "Bündnis der Ethik und Nachhaltigkeit" unterzeichneten am 25. Juni 2013 im Klostersaal der Strahlfelder Missionsdominikanerinnen der Präsident der Hochschule Amberg-Weiden, Prof. Dr. Erich Bauer, und die Regionalpriorin Sr. Dr. Astrid Hermes OP. Ein historisches Ereignis. Wochen und Monate der Vorüberlegungen, Planungen und gegenseitigen Informationen gingen diesem denkwürdigen Ereignis voraus.

 

Studenten sind gefordert
Ein besonderes Highlight im Vorfeld war eine erste gemeinsame Seminarveranstaltung mit rund 50 Student/innen des Fachbereichs "Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit". Fachbereichsleiter Prof. Dr. Bernhard Bleyer freute sich mit den teilnehmenden Missionsdominikanerinnen über das große Interesse der Studenten an den Solarprojekten des Ordens in Simbabwe.

Als Herausforderung besonderer Art erwies sich die Frage der Schwestern nach einem "umweltfreundlichen" alternativem Brennmaterial, um der extremen Abholzung in Simbabwe entgegen zu wirken. Vielleicht könnte es sogar das mehr als reichlich vorhandene Elefantengras in Verbindung mit einem anderen brennbaren Material sein? – Mögliche Vorschläge der Studenten werden mit Spannung erwartet!

Klöster als Lernorte
Die feierliche Unterzeichnung fand im Klostersaal statt und war bewusst umrahmt von Liedern und Trommelklängen unserer afrikanischen Schwestern. Sie standen für die Internationalität des Klosters, das vom Präsidenten der Hochschule in seiner Ansprache als "Kompetenzzentrum für internationale Zusammenarbeit" bezeichnet wurde. "Gerade Klöster sind seit Jahrhunderten Lernorte, die den Netzwerkgedanken gerade auch im ländlichen Bereich leben", betonte Dr. Bauer. Im Fall des Klosters Strahlfeld kommt noch die internationale Verflechtung hinzu, die auch die Hochschule Amberg-Weiden auszeichnet.

Gemeinsame Aufgabe
Beide Partner seien Orte mit klassischen Bildungsaufträgen, die weltweit Netzwerke bilden sollten unter dem Motto "Mehr leisten als nur ausbilden, denn Bildung ohne Werte ist wertlose Bildung", so Professor Dr. Bauer. Die Feier der Schöpfungsvesper mit den Schwestern des Klosters in der Kapelle beendete das historische Ereignis.

 

Ausgezeichnet: Das Solarkocher-Projekt.
 

Herausforderung im Jahr 2013: Die Entwicklung einer Solarkochbox, die sich einfache Menschen auf dem Land finanziell leisten können. Das wäre ein großer Beitrag zum Umweltschutz – die Abholzung ist enorm – und zugleich eine erhebliche Erleichterung für die Frauen, die teilweise weite Wege zurücklegen müssen, um genügend Feuerholz zu bekommen.

Von "Technik ohne Grenzen", Arbeitsgruppe für Solarkochboxen, in Amberg, wurde 2013 in Zusammenarbeit mit dem Kloster Strahlfeld – einem Innovativen Lernort der OTH Amberg-Weiden – eine Kochbox entwickelt.

Am 3.6.2014 stellten die Studentinnen Sophia Koch und Irina Heitmann auf dem Campus in Amberg die von ihnen entwickelte Solarkochbox vor.

Darauf folgte die Umsetzung vor Ort, in Simbabwe – in der Nähe eines großen Busch-Krankenhauses in Charandura, ca. 3 Autostunden von Harare, der Hauptstadt des Landes, entfernt.

Die verantwortlichen afrikanischen Werkstattleiter wurden angeleitet, den Bau mit einer Gruppe von jungen Männern durchführen zu können. Für die Isolierung konnte statt Stroh das vorhandene Elefantengras benutzt werden. Das wurde im Sommer erfolgreich ausprobiert. Elefantengras wächst in großen Mengen in der freien Natur und ist kostenlos zu haben.

Das Solarkocher-Projekt von Irina Heitmann und Sophia Koch, Studentinnen der Umwelttechnik an der OTH Amberg-Weiden wurde mit dem Preis für Ethik und Nachhaltigkeit 2015 Themenbereich: Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet.

Neue Ideen setzen sich manchmal nur langsam durch. Gut Ding will Weile haben. Es wird also  – vielleicht noch in 2018 in Zusammenarbeit mit "Technik ohne Grenzen"– mit den Vorbereitungen für einen erneuten Versuch begonnen. Wichtig wird aber sein, dass wir Partner vor Ort finden, die dann auch das Projekt längerfristig begleiten.